Didaktik

Zitat von Aristoteles: Menschen bilden bedeutet nicht, ein Gefäß zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen.

Lernen gelingt besonders dort, wo Menschen sich ernst genommen fühlen, eigene Erfahrungen einbringen dürfen und ihr Handeln reflektieren können.

Deshalb ist mir ein offener, zugewandter und unterstützender Umgang in Lernprozessen besonders wichtig.

Lehrphilosophie

In meiner Rolle als Lehrender verstehe ich Lernen als einen aktiven Prozess, der Handeln, Erleben und Reflektion miteinander verbindet.

Ich gestalte Lernräume, in denen Lernende eigene Erfahrungen machen, Verantwortung übernehmen und ihre Entwicklung bewusst nachvollziehen können.

Meine Lehrphilosophie orientiert sich an einem ausgewogenen Zusammenspiel von Kopf, Herz und Hand.

Kopf – Verstehen, reflektieren, Orientierung gewinnen

Ich begleite Lernende dabei,

  • komplexe technische und systemische Zusammenhänge zu durchdringen,

  • eigene Fragestellungen zu entwickeln und zu verfolgen,

  • Entscheidungen und ihre Auswirkungen bewusst zu reflektieren,

  • und ihren Lernprozess zunehmend selbst zu strukturieren.

Im Mittelpunkt steht nicht reines Faktenwissen, sondern die Fähigkeit, Zusammenhänge einzuordnen, begründet zu handeln und das eigene Lernen zu reflektieren.

Herz – Haltung, Verantwortung und Beziehung

Lernen ist für mich immer auch ein sozialer Prozess.

Er lebt von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – für das eigene Handeln ebenso wie für die Zusammenarbeit im Team.

In meiner Lehre lege ich Wert auf:

  • eine wertschätzende Lernatmosphäre,

  • offene Kommunikation und gegenseitige Unterstützung,

  • bewusste Auseinandersetzung mit Rollen, Perspektiven und Erwartungen,

  • sowie die Entwicklung von Selbstwirksamkeit und Sinnbezug.

Gemeinschaft und Solidarität bilden dabei die Grundlage für tragfähige Lernprozesse.

Hand – Anwenden, Erproben, Lernen im Tun

Nachhaltiges Lernen entsteht durch eigenes Handeln.

Deshalb setze ich auf handlungs- und erfahrungsorientierte Lernformen, in denen Lernende planen, umsetzen, reflektieren und weiterentwickeln.

Typische Elemente sind:

  • problem- und projektorientierte Aufgabenstellungen,

  • gemeinsames Arbeiten an konkreten Produkten,

  • iterative Lernschleifen aus Erproben, Scheitern und Verbessern,

  • bewusste Reflexion von sogenannten „Holzwegen“ und gelungenen Momenten in einem geschützten Lernraum.

Ergebnisse sind dabei nicht nur Endprodukte, sondern Ausdruck des gesamten Lernprozesses.


Was gute Lehre aus meiner Sicht ausmacht

Gute Lehre soll…

  • Neugier und Begeisterung ermöglichen,

  • eigenständiges Denken und Handeln fördern,

  • Lernprozesse sichtbar und reflektierbar machen,

  • Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung stärken,

  • Raum für Entwicklung, Umwege und Erkenntnisse geben.